UV-Crosslinking - die innovative Keratokonus-Behandlung
Die Behandlungsmethode des UV-Crosslinking, eine „Quervernetzung“, ist eine Methode zur mechanischen Stabilisierung von Geweben, die in vielen medizinischen Fachgebieten wie Orthopädie oder Herzchirurgie seit vielen Jahren eingesetzt wird. In der Augenheilkunde wurde das Verfahren an über 5.000 an Keratokonus erkrankten Augen mit Erfolg angewandt. Die Resultate zahlreicher Studien mit über fünf Jahre Nachbeobachtungszeit, veröffentlicht im American Journal of Ophthalmology, sind ebenfalls sehr ermutigend. Je nachdem in welchem Stadium die Hornhautvorwölbung diagnostiziert wird, empfehlen wir eine Behandlung nach einem Stufenschema, das wir genauer auf der Homepage Breyer Augenchirurgie beschrieben haben.
Was ist UV-Riboflavin Crosslinking?
Das Crosslinking bewirkt eine erhöhte Zahl von Quervernetzungen zwischen den Fasern eines Gewebes, vergleichbar mit einem Netz, das zusätzliche Verstrebungen erhält und dadurch stabiler wird. Bei der Hornhaut wird diese Quervernetzung durch eine Kombination von UV-Bestrahlung mit Verabreichung von Riboflavin-Augentropfen, ein Vitamin B2-Abkömmling, erreicht.
Aktuell wird eine internationale Studie zum UV-Crosslinking durchgeführt, an der mehr als ein Dutzend Kliniken aus acht verschiedenen Ländern teilnehmen. Es steht zu erwarten, dass die neue Behandlungsmethode nach dem Abschluss dieser Studie standardmäßig bei Keratokonus-Erkrankten angewendet werden kann. Ihnen steht damit eine echte Alternative zur Hornhauttransplantation zur Verfügung, die nicht die Risiken einer Organtransplantion birgt. Mehr über Studien zum Thema Crosslinking finden Sie auf der Website der IROC AG.
Die ambulante Operation dauert ca. 60 Minuten
Die Operation dauert etwa 60 Minuten. Sie kann ambulant durchgeführt werden und erfolgt unter örtlicher Betäubung durch Augentropfen. In einem ersten Schritt wird die Versiegelungsschicht der Hornhaut entfernt, das Epithel. Dies ist notwendig, damit die Riboflavin-Augentropfen in das tiefere Hornhautgewebe gelangen können. Anschließend wird die Hornhaut 30 Minuten lang mit UV-Licht behandelt, wobei die Intensität so gewählt wird, dass die unter der Hornhaut gelegenen Augenstrukturen nicht betroffen werden. Am Ende der Operation wird eine Verbands-Kontaktlinse auf die Hornhaut gelegt: Diese verbleibt einige Tage auf dem Auge und wird dann entfernt.
Nach der Operation
Durch die Operation ist ein Teil der Hornhautoberfläche offen. Dies kann zum Teil starke Schmerzen verursachen, vergleichbar mit einer „Verblitzung“ beim Schweißen oder einer „Schneeblindheit“. Diese Schmerzen klingen langsam ab und verschwinden in der Regel vollständig binnen 48 Stunden: Schmerztabletten können in dieser Zeit ohne Problem eingenommen werden. Es folgen tägliche Kontrollen in den ersten drei Tagen. Bis zur sechsten Woche müssen morgens und abends entzündungshemmende antibiotische Augentropfen angewendet werden.
Zwei Wochen lang etwa wird das operierte Auge deutlich gerötet bleiben. In den ersten sechs bis acht Wochen kann ein Kratzen, Beißen und Brennen andauern, gegen das künstliche Tränen helfen, die beliebig oft angewendet werden können. Ebenso kann in diesem Zeitraum die Sicht zunächst verschwommener sein als zuvor und eine stärkere Blendung durch helles Licht auftreten. All dies gehört zum normalen Heilungsprozess: Nach dieser Phase und dem Abklingen der postoperativen Symptome haben Patienten die gleiche oder eine bessere Sehschärfe als vor der Operation.
Weiterführende Beratung
Sollten Sie sich für das UV-Crosslinking interessieren oder möchten generell zu Korrekturmöglichkeiten beraten werden, dann sind wir für Sie da unter unserer Hotline unter der Nummer 0211 600 66 00. Gern können Sie sich auch auf der Website der Breyer Augenchirurgie näher darüber informieren.
Per Telefon tägl. 8.00 – 21.00 Uhr:
0211 6006600
Oder per E-Mail:

Dr. D. Breyer
„Nach spätestens acht Wochen haben die meisten Patienten die gleiche oder bessere Sicht als vor der Operation.“